| Wettbewerb "Musterfriedhof" - Landesgartenschau 2008 in Neu-Ulm Die Vorgabe, der fiktive Lebenslauf: Georg Mair Geboren 1975 als 2. Kind einer Akademikerfamilie. Leben in Wohlstand. Im Gymnasium Kontakt mit einer "Drogengruppe". Er schlittert immer mehr in die Abhängigkeit. Zu Hause findet er kein Verständnis. Er schmeißt die Schule in der 11. Klasse und hält sich danach nur mit Gelegenheitsjobs über Wasser. 1993 lernt er ein Mädchen kennen, dass ihn überreden kann, eine Entziehungskur zu machen. Diese wird erfolglos abgebrochen - Trennung von der Freundin - Depressionen. 1995 begeht er Selbstmord. |
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| Entwurf und Aussage Material: Mendiger Basaltlava / Spiegel Farbe: Anthrazit / Schwarz Format: 140 x 35 x 35 cm, Volumen: 0,17 m3 Die Herkunft von "Georg Mair" spiegelt sich in der Auswahl des grundsoliden Gesteins. Der Konflikt seiner akademischen Herkunft und seiner Drogenkarriere / Lebensverlauf wird durch die unterschiedliche Bearbeitung des Gesteins ausgedrückt: - Der fein angeschliffene Kopf des Denkmals symbolisiert seine familiäre Herkunft und den ihm eigentlich vorbestimmten Lebenslauf. - Die groben, gespaltenen und bossierten (verletzten) Seitenflächen drücken die Zerissenheit und Unstetigkeit seines Lebens aus. Die Freundschaft zu seiner Bekannten 1993 und der tiefe Einfluss den sie auf ihn hat, zeigt sich in der Kerbe die tief in ihn geht. Sie hält ihm einen "Spiegel" vor und doch hat er nicht die Kraft sein Leben zu verändern. Das Ausscheiden seiner Freundin aus seinem Leben symbolisiert sich im oberen Teil des Denkmals, als sein Leben nach dem wichtigen Einschnitt wieder seinen vorherigen Verlauf (Querschnitt) annimmt. Dass niemand aus seinem Umfeld wirklich einfach Kontakt zu seiner Persönlichkeit aufnehmen konnte, drücken wir in der Spiegelschrift aus, die nur erkennbar ist wenn sich der Kontaktsuchende die Mühe macht eine bestimmte Position zu Georg (nun das Denkmal für ihn) einzunehmen. |
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